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Kurz gesagt: Matratze und Kissen bilden zusammen die Liegefläche. Wer nur die Matratze an den Körper anpasst, löst das Problem zur Hälfte. Das Kissen bestimmt, in welchem Winkel Kopf und Halswirbelsäule zur Matratze liegen — und dieser Winkel ändert sich mit der Schlafposition.

Franz-Josef Keiten
Schlaf- und Liegeberater, Tischlermeister

Im Gespräch vor der Beratung kommt das Kissen fast nie vor. Die Frage ist meistens: Welche Matratze? Selten: Welches Kissen? Dabei sind beide Teile derselben Liegefläche.

Was das Kissen tatsächlich leistet

Eine Matratze stützt den Körper von den Schultern bis zu den Füßen. Das Kissen übernimmt den Bereich, den die Matratze nicht erreicht: Kopf, Hals und die Verbindung zur Halswirbelsäule.

Wenn die Matratze gut passt und das Kissen nicht, liegt der Kopf in einem Winkel, den der Rest des Körpers nicht vorgibt. Das Kissen ist kein Komfortgegenstand, sondern eine Verlängerung der Liegefläche.

Warum die Schlafposition die Kissenhöhe bestimmt

In Seitenlage liegt die Schulter auf der Matratze, der Kopf hängt seitlich darüber. Das Kissen muss den Abstand zwischen Kopf und Matratze überbrücken — abhängig davon, wie weit die Schulter einsinkt und wie breit sie ist.

In Rückenlage liegt der Kopf näher an der Matratze. Dasselbe Kissen, das in Seitenlage die richtige Höhe hatte, drückt den Kopf in Rückenlage zu weit nach oben.

Das ist die gleiche Logik wie bei der Matratze: Derselbe Körper stellt in Seiten- und Rückenlage unterschiedliche Anforderungen. Wie sich das Druckbild in beiden Lagen unterscheidet, beschreibt unser Beitrag zur Schlaflage.

Warum Kissenhöhe nicht gleich Kissenqualität ist

Im Handel wird Kissenhöhe oft mit Qualität gleichgesetzt: dick gleich gut, dünn gleich schlecht. Die richtige Höhe ist individuell — sie hängt von Schulterbreite, Schlafposition und Matratzeneinsinken ab.

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Warum Körpermasse die Passung nicht allein bestimmen: Mehr Gewicht, härtere Matratze? Warum diese Rechnung nicht aufgeht.

Was das für die Beratung bedeutet

In der Beratung fragen wir nach dem Kissen, weil Matratze und Kissen zusammenpassen müssen. Eine Matratze, die nach Messung optimal gestützt ist, kann durch ein falsches Kissen wieder aus dem Gleichgewicht gebracht werden.

Was die Matratze für den Körper leistet: Was eine Matratzenzone wirklich leistet.

Warum der Härtegrad als Kaufkriterium zu kurz greift: Welcher Härtegrad passt zu mir?

Dieser Beitrag beschreibt die mechanische Funktion des Kissens. Er trifft keine Aussagen über Beschwerden oder Gesundheit.