Was unsere Messungen zeigen
Beim Matratzenkauf begegnen uns viele Faustregeln: Körpergewicht, Härtegrad, Schlafposition oder eine feste Zahl von Zonen.
Wir wollten genauer wissen, was sich davon in unseren realen Liegedruckmessungen tatsächlich wiederfindet.
Deshalb werten wir Messdaten aus unserer täglichen Schlafberatung systematisch aus und veröffentlichen hier unsere Ergebnisse – einschließlich Datenbasis, Methodik, Grenzen und noch offener Fragen. Auf dieser Website veröffentlichen wir ausschließlich zusammengefasste statistische Ergebnisse, keine individuellen Kundendatensätze.
Unser aktueller Datenbestand · Stand: September 2026
Nicht jede Fragestellung lässt sich mit jedem Messdatensatz beantworten. Deshalb nennen wir bei jeder einzelnen Analyse die tatsächlich verwendete Stichprobengröße. Wiederholungsmessungen sind möglich; eine eindeutige Personen-ID existiert nicht. Messdatensätze sind daher nicht mit einzelnen Personen gleichzusetzen.
Ausgewählte Befunde
Drei Ergebnisse auf einen Blick
Veröffentlichte Artikel
Unsere Auswertungen
Mehr Gewicht, härtere Matratze? Was 1.349 Messungen wirklich zeigen
Was zeigen 1.349 Liegedruckmessungen zum Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Druckverteilung? Die Befunde zeigen: Gewicht erklärt die Gesamtlast sehr gut – nicht aber die individuelle Form des Stützprofils.
→ Zum ArtikelSchlaflage: Seitenlage und Rückenlage im Vergleich
Wie stark unterscheiden sich gemessene Druckwerte zwischen Seiten- und Rückenlage? Die aktualisierte Auswertung basiert auf n = 1.349 vollständigen Messungen mit einer mittleren Differenz von 5,21 mbar je Messpunkt.
→ Zum ArtikelGleiches Gewicht – gleiches Stützprofil? Was unsere Messdaten zeigen
Wie ähnlich sind gemessene Stützprofile bei exakt gleichem Körpergewicht? Bei Vitario Sensitiv waren im ausgewerteten Bereich P3–P14 nur 5,33 % der gleich schweren Profilpaare vollständig identisch, bei Vitario Premium 3,66 %. Beide Matratzengruppen wurden getrennt ausgewertet.
→ Zum ArtikelHärtegrad: Warum die Frage in die Irre führt
Warum standardisierte Härtegradkategorien die individuelle Druckverteilung und das gemessene Stützprofil nur unvollständig beschreiben.
→ Zum ArtikelMatratzenzonen: Was eine Zone wirklich leistet
Was leisten Matratzenzonen tatsächlich – und welche Zusammenhänge zeigen unsere Messdaten?
→ Zum ArtikelIn Vorbereitung
Die folgenden Auswertungen sind in Bearbeitung oder geplant. Zu jeder wird eine eigene Seite erscheinen, sobald Daten und Methodik abschließend geprüft sind.
Gleiche Größe und gleiches Gewicht – reicht das für dieselbe Empfehlung?
Befund E: Paare mit gleicher Körpergröße und gleichem Gewicht. Sensitiv: 234 Paare, Premium: 88 Paare – getrennte Auswertung.
Wo unterscheiden sich Seiten- und Rückenlage am stärksten?
Positionsbezogene Differenzanalyse (P3–P14) auf Basis von n = 1.349 vollständigen Messungen.
Welche Rolle spielt die Körpergröße?
Zusammenhang zwischen Körpergröße und Druckverteilung – separat von Körpergewicht betrachtet.
BMI und Druckverteilung
Kombinierte Betrachtung von Körpergewicht und -größe als BMI in Relation zum gemessenen Druckprofil.
Messprofil und spätere Anpassung
Erst nach abschließender technischer Prüfung des Feldes Profil_unveraendert. Veröffentlichung zu einem späteren Zeitpunkt.
Hintergrund
Unsere Datenbasis im Detail
Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung unseres Datenbestands nach Matratzengruppe. Profilanalysen werden stets getrennt nach Vitario Sensitiv und Vitario Premium ausgewertet, da die technischen Profilcodes matratzentypabhängig sind und ein Zusammenführen zu falschen Ergebnissen führen würde.
| Matratzengruppe | Messdatensätze | vollständig ausgelesene Stützprofile (P1–P24) | unterschiedl. Profilvarianten |
|---|---|---|---|
| Vitario Sensitiv | 765 | 759 | 107 |
| Vitario Premium | 449 | 445 | 98 |
| Andere / nicht zugeordnet | 136 | 62 | – |
| Gesamt (bereinigt) | 1.350 | 1.266 | – |
Zum Profil-Repertoire: Von 759 vollständigen Sensitiv-Profilen ergaben sich 107 unterschiedliche Profilvarianten. Von 445 vollständigen Premium-Profilen ergaben sich 98 Varianten. Das zeigt eine erhebliche Vielfalt – und gleichzeitig, dass bestimmte Profilvarianten bei mehreren Messdatensätzen wiederkehren.
⚠ Hinweis zur Profilvielfalt
Diese Zahlen belegen nicht, dass jeder Mensch ein einzigartiges Stützprofil benötigt. Sie zeigen: Stützprofile variieren stark, wiederholen sich aber auch. Die richtige Interpretation erfordert eine matratzentyp-getrennte Betrachtung.
Transparenz
Wie entstehen unsere Messdaten?
Alle Messdaten stammen aus der realen Schlafberatungspraxis von Keiten Schlafberatung in Hamminkeln-Dingden. Es handelt sich nicht um Labormessungen oder eine experimentell kontrollierte Studie, sondern um Daten, die im Rahmen von Beratungsgesprächen mit dem Vitario-Liegedruckmesssystem erhoben wurden.
Das Messsystem
Wir verwenden das Vitario-Liegedruckmesssystem. Es misst die Druckverteilung auf einer Liegefläche an definierten Messpunkten und gibt die Werte in Millibar (mbar) aus.
📐 Messaufbau und Messpunkte
- Seitenlage: 12 Messwerte an den Positionen P3–P14
- Rückenlage: 12 Messwerte an den Positionen P3–P14
- Druckwerterfassung gesamt: 24 Druckwerte je Messdatensatz (12 Seitenlage + 12 Rückenlage, je P3–P14)
- Stützprofil (P1–P24): Davon getrennt gespeichertes, systemgeneriertes Profil – nicht mit den 24 Druckwerten gleichzusetzen; matratzentypabhängig
- Technische Einheit: Millibar (mbar)
Kontextvariablen
Bei jeder Messung werden zusätzlich erfasst: Körpergröße (cm), Körpergewicht (kg) und die bevorzugte Schlafposition. Diese Angaben dienen als Kontextvariablen für die Auswertung.
| Bevorzugte Schlaflage | Anzahl Messdatensätze | Anteil |
|---|---|---|
| Seitenlage | 1.197 | 88,7 % |
| Rückenlage | 115 | 8,5 % |
| Bauchlage | 38 | 2,8 % |
| Gesamt | 1.350 | 100 % |
Stützprofil und Arbeitsprofil
Bei der Liegedruckmessung werden zwölf Druckwerte in Seitenlage und zwölf Druckwerte in Rückenlage erfasst. Die technischen Messwerte werden in Millibar (mbar) gespeichert.
Davon getrennt speichert das System ein 24-Positionen-Stützprofil von P1 bis P24. Dieses gemessene bzw. vorgeschlagene Profil ist nicht mit den 24 Druckwerten aus Seiten- und Rückenlage gleichzusetzen.
Zusätzlich kann ein Start-/Arbeitsprofil dokumentiert sein. Auswertungen zu Unterschieden zwischen vorgeschlagenem Profil und Arbeitsprofil werden erst veröffentlicht, wenn die technische Semantik abschließend geprüft ist.
Anonymisierung und Bereinigung
Für die Auswertung werden die Messdaten ohne Klarnamen verarbeitet. Auf dieser Website veröffentlichen wir ausschließlich zusammengefasste statistische Ergebnisse, keine individuellen Kundendatensätze. Messdatensätze ohne vollständige Pflichtfelder (Körpergröße, Körpergewicht, vollständige Positions-Messwerte) wurden von den jeweiligen Analysen ausgeschlossen. Der bereinigte Gesamtbestand umfasst 1.350 Datensätze.
📌 Stichprobengrößen je Analyse
Da je nach Fragestellung unterschiedliche Datenfelder benötigt werden, kann die tatsächliche Stichprobengröße einer Analyse vom Gesamtbestand abweichen:
- Alle Druckwert-Analysen: n = 1.349 (vollständige Seiten- und Rückenmessungen)
- Profilanalysen: n = 759 (Sensitiv) bzw. n = 445 (Premium) vollständig ausgelesene Stützprofile. Für die hier genannten Profilvergleiche wurden die Positionen P3–P14 ausgewertet.
- Paarvergleiche Gewicht: 909.226 Paare (Basis: n = 1.349)
- Befund C/D (gleiches Gewicht): 5.680 Paare Sensitiv / 1.859 Paare Premium
- Befund E (Größe + Gewicht): 234 Paare Sensitiv / 88 Paare Premium
Einordnung
Was unsere Daten können – und was nicht
✓ Was unsere Daten können
- Gemessene Druckunterschiede zwischen Seiten- und Rückenlage beschreiben
- Druckverteilungen innerhalb des Datenbestands vergleichen
- Stützprofile innerhalb technisch vergleichbarer Matratzengruppen vergleichen
- Statistische Zusammenhänge innerhalb der Beratungsstichprobe untersuchen
- Häufigkeiten und Verteilungen in den Messdatensätzen ausweisen
✗ Was unsere Daten nicht können
- Krankheiten diagnostizieren oder Beschwerden feststellen
- Heilwirkungen belegen oder medizinische Aussagen treffen
- Klinische Studien ersetzen
- Die deutsche Bevölkerung repräsentieren
- Kausalität aus einer Korrelation beweisen
- Allgemeingültige Empfehlungen für alle Personen ableiten
Offene Fragen
Was wir noch untersuchen
Wir erheben keinen Anspruch darauf, bereits alles zu wissen. Die folgenden Fragestellungen sind in Prüfung oder geplant – und werden auf dieser Seite ausgewiesen, sobald belastbare Ergebnisse vorliegen.
Zusammenhang zwischen Körpergröße und Druckverteilung
BMI als kombinierte Größe in Relation zum Stützprofil
Anatomische Zuordnung der Messpositionen P3–P14 (technisches Mapping)
Wiederholungsmessungen: Veränderung des Stützprofils im Zeitverlauf
Messprofil vs. Arbeitsprofil: technische Klärung des Feldes Profil_unveraendert
Stützprofil-Veränderung nach Gewichtsveränderung
Zusätzliche Körperkonturdaten bei künftigen Messsystemen
Positionsspezifische Differenz Seiten- vs. Rückenlage (P3–P14 einzeln)
📌 Kennzeichnungsregeln
In Prüfung: Auswertung oder Methodik wird derzeit technisch überprüft. Ergebnisse werden nicht veröffentlicht, bevor die Prüfung abgeschlossen ist.
Geplant: Auswertung ist konzipiert, aber noch nicht begonnen oder abgeschlossen.
Wie sieht Ihre eigene Liegesituation aus?
Unsere Messdaten zeigen Muster über viele Messungen hinweg. Bei der persönlichen Beratung interessiert uns dagegen nur eine: Ihre eigene Liegesituation.
Wir messen Seiten- und Rückenlage und besprechen anschließend, welche Anforderungen sich daraus für Ihre individuelle Liegesituation ableiten lassen.
Alle Messdaten-Artikel
Franz-Josef Keiten
Schreinermeister, zertifizierter Schlaf- und Liegeberater · Keiten Schlafberatung, Hamminkeln-Dingden · Seit über 25 Jahren in der individuellen Schlafberatung tätig. Gemeinsam mit Christoph Keiten arbeitet er an der systematischen Auswertung der Keiten-Messdaten.
Hinweis: Diese Seite stellt keine medizinische Beratung dar. Alle genannten Kennzahlen beschreiben statistische Zusammenhänge oder Häufigkeiten im Keiten-Messdatenbestand und sind keine allgemeingültigen Aussagen. Beschwerden des Bewegungsapparats oder Schlafstörungen sollten ärztlich abgeklärt werden. Wiederholungsmessungen sind im Datenbestand möglich; Messdatensätze sind nicht zwingend mit einzelnen Personen identisch.